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Der Wurm steckt drin
In der Zweiten steckt irgendwie der Wurm.
Nicht schlecht gespielt, wesentlich mehr Spielanteile als
der Gegner Aufsteiger FC Rosaneri Solingen, viele
Torchancen und doch steht am Ende eine unnötige 2:3
– Niederlage. Die hat man sich allerdings durch
haarsträubende Fehler eher mehr als weniger selbst
zugefügt.
Die Mannschaft fing nervös an. Zum einen
war das mit der üblen Niederlage der Vorwoche zu erklären
und zum anderen mit dem völlig unbekannten Gegner. Der
jedenfalls war nach vorne hin sehr schnell und quirlig,
was unserer Abwehr oft Probleme bereitete. In der Abwehr
zeigte sich der Aufsteiger aber durchaus verwundbar.
Chancen für Andreas Stich nach Querpaß von
Christian Fromme
(25. Spielminute), ein schöner Freistoß von Adnan Yavuzyazar
(30.) sowie Kopfbälle von Darius Kurowski
und Patrick Soboll
(34. / 40.) ließen alle HSV- Anhänger auf das erste Tor hoffen. Doch es fehlte bei fast allen Aktionen die letzte Konsequenz, der letzte Tick. Völlig unnötige Fehler brachten dagegen die eigene Abwehr immer wieder in Bedrängnis. Ein bzw. zwei direkt aufeinanderfolgende Katastrophenfehler brachten dann auch einen Rosaneri-Stürmer in freie Schußposition. Ein Heber über Torwart
Christian Ohlrich
und es stand 0:1 (42.). Bei einem weiteren Stellungsfehler in der Abwehr brachte
Patrick Soboll
als letzter Mann seinen Gegenspieler zu Fall und sah die rote Karte (44.). Zu fehlendem Glück kam auch noch Pech hinzu.
Mit gutem Vorsatz und Kampfeswillen kam die
Mannschaft aus der Pause. Trotz Unterzahl machte sie das
Spiel, hatte das Heft fest in der Hand und setzte die
Solinger unter Druck. Die spielten ihrerseits nur noch auf
Konter und warteten auf Fehler unserer Reserve. Und dieser
Fehler passierte dann auch in der 60. Minute. Ein völlig
unnötiger Ballverlust im rechten Mittelfeld leitete den
Konter des Gegners ein, der diesen aus halblinker Position
zum 0:2 abschloß. Der Mannschaft reagierte genervt, die
Aktionen wurden immer zerfahrener, teilweise
unglücklicher. Selbst aus einem (1!) Meter Entfernung
wollte der Ball nicht über die gegnerische Torlinie (65.).
Als auch Rosaneri einen Spieler durch eine gelb-rote Karte
verlor kam nochmals Schwung in die HSV-Aktionen, doch ein
unglücklich verlorener Zweikampf auf der linken Seite
brachte das 0:3 für Rosaneri (Bogenlampe ins lange Eck,
75.). In der 80. Spielminute erzielte Darius Kurowski
per Kopfball im Anschluß an einen Eckball das 1:3, der eingewechselte
Markus Müller
schaffte ebenfalls per Kopf in der 88. Minute noch das 2:3. Das war’s dann aber auch. Die zweite Niederlage in Folge war perfekt.
Trainer Kersten Klein: "Wir
haben nicht wirklich gut gespielt, es fehlte der letzte
Paß, das letzte Quentchen. Ich kann der Mannschaft aber
außer den dummen Fehler wenig vorwerfen. Die Moral, der
Wille hat gestimmt, wir haben leider zur Zeit auch
manchmal einfach nur Pech. Aber das geht vorbei, notfalls
muß man sein Glück halt erzwingen".
So spielten sie: Ohlrich, Schadow, Soboll, Voigtländer, Stuke (Erich), Graß, Kurowski, Fromme, Yavuzyazar (Millack), Stich, Hoseyny (Müller)
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