12. Spieltag

16.11.2003

HSV II - VfB Langenfeld II 2:0 (0:0)

Zittersieg

Im Lokalduell zwischen unserer Zweitvertretung und der des Nachbarn VfB Langenfeld sprang für unsere Mannschaft ein schwer erarbeiteter 2:0 Heimsieg heraus. In einem mittelmäßigen Spiel war der Erfolg zwar knapp – das erlösende zweite Tor fiel erst in der 90. Spielminute – aufgrund der Spielanteile und deutlich mehr Torchancen war der Sieg aber verdient.

Die erste Halbzeit begann hektisch, der VfB war optisch überlegen und unser Team brauchte etwa zwanzig Minuten, um die Kontrolle zu übernehmen. Wirklich zählbares sprang dabei nicht heraus. Vor allem lag es daran, daß zu umständlich und zu viel durch die Mitte gespielt wurde. Dies machte es der VfB-Abwehr relativ einfach. Da der Lokalrivale praktisch keine echte Torchance verzeichnete, verstrich die erste Hälfte torlos.

Die zweite Halbzeit begann zunächst, wie die erste aufgehört hatte. Der Hallo-Wach-Moment passierte in der 50. Spielminute.
Milad Hoseyny drang über rechts in den Strafraum ein, paßte den Ball auf Sturmpartner Markus Müller, der in der Mitte wartete – doch ein gegnerischer Abwehrspieler ging unglücklich mit der Hand dazwischen und der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Eine harte, aber richtige Entscheidung. Adnan Yavuzyasar ließ sich nicht zweimal bitten – 1:0 für unsere Reserve. Im Anschluß an diese Schiedsrichterentscheidung konnten sich einige VfB-Spieler nicht beruhigen. Der übereifrige Protest bescherte einem von ihnen die gelbe und im Anschluß direkt die gelb-rote Karte. Wer gedacht hatte, die Zweite könnte aus dieser Überzahl, zumal mit der Führung im Rücken, Kapital schlagen, sah sich getäuscht. Der VfB machte Druck und man hatte den Eindruck, es sei nur noch eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich fällt. Viele Kontermöglichkeiten für unsere Elf wurden leichtfertig vertan, unkonzentriert ausgespielt oder wegen Abseitsstellung abgepfiffen. Als schon niemand mehr damit rechnete, tauchte plötzlich Markus Müller frei vor dem VfB-Keeper auf. Der konnte seinen Schuß zwar noch abwehren, im Nachsetzen war dann aber der eingewechselte Daniele Catalano zur Stelle und markierte das 2:0 (90.)

Trainer Kersten Klein : "Dank schlechter Chancenverwertung haben wir uns selbst das Leben schwer gemacht. Wegen der vielen Torchancen geht der Sieg aber in Ordnung."

So spielten sie: Ohlrich, Schadow, Nozic, Mechbal, Voigtländer, Ritzdorf, Kurschildgen (Catalano), Deubzer (Stich), Müller, Yavuzyasar, Hoseyny (Erich)