2. Spieltag

07.09.2003

Solinger SC 95/98 II - HSV II 4:1 (4:1)

Katastrophenfußball

Einen katastrophalen Tag hatte unsere Zweitvertretung da erwischt. Bereits zur Halbzeit stand es 4:1 für die Solinger, praktisch alle vier Gegentreffer waren aus individuellen und vermeidbaren Fehlern entstanden, so daß Trainer Kersten Klein in der Halbzeitpause unüberhörbar lauter werden mußte. Aber der Reihe nach.

Von der ersten Minute an machten die Solinger Druck und wollten den Heimvorteil des kleinen Aschenplatzes schnell für sich ausnutzen. Das gelang ihnen bereits in der 8. Spielminute, als auf der linken Abwehrseite unseres Teams ein bereits erkämpfter Ball leichtfertig wieder verloren wurde, der Ball in den 16-Meterraum kam und im Nachschuß zum 0:1 Rückstand im Netz zappelte. Auf HSV-Seite lief weiterhin wenig zusammen. Zu allem Überfluß pfiff der schwache Schiedsrichter einen völlig unberechtigten Elfmeter für den SSC 95/98 (14.), der dann den selbst erstaunten Solingern prompt das 2:0 bescherte.

Die Reserve versuchte nun dagegen zu halten und selbst Druck auszuüben, brachte sich mit haarsträubenden Fehlern und schlechtem Zweikampfverhalten aber immer wieder selbst in Bedrängnis. Das 0:3 in der 23. Minute resultierte dann passenderweise durch ein Eigentor von Steve Voigtländer , der einen langen Einwurf ins eigene Tor abfälschte. In der 30. Minute erzielte Sven Stuke per Freistoß aus 12 Metern! das 1:3 und es keimte noch einmal so etwas wie Hoffnung auf. Ein weiterer Freistoß von Sven Stuke ging knapp übers Tor, womit die Torchancen des HSV in Halbzeit eins auch schon aufgezählt wären. Zu allem Übel fiel in der 44. Minute auch noch das 1:4 für Solingen, als Torwart Christian Ohlrich bei einem 40-Meter-Diagonalpass zu zögerlich herauslief und sich der Heber über ihn hinweg ins Tor senkte. Was für ein Katastrophenkick bis hierhin. Das Donnerwetter von Trainer Klein wollen wir unserer treuen Internetgemeinde lieber ersparen.

Die zweite Hälfte war nicht wesentlich besser. Solingen brauchte nicht mehr und die Zweite konnte heute nicht mehr machen. Ein verschossener, aber ebenfalls völlig unberechtigter Elfmeter von Markus Müller war symptomatisch für dieses Spiel. Zu erwähnen wäre nur noch ein Lattentreffer von Andreas Stich sowie ein Kopfball ans Außennetz von Sven Stuke im Anschluß an einen Ecke. Es passierte nicht mehr viel und so war eine bittere, auch in dieser Höhe verdiente Niederlage perfekt. Man kann nur hoffen, daß wenigstens ein Lerneffekt bleibt.

Trainer Kersten Klein: "Eine einzige Katastrophe! Mir fehlen die Worte. Die erste Halbzeit war das seit Jahren schlechteste, was ich von meiner Truppe gesehen habe. Sollte sich da nicht einiges ändern, werden wir unsere Saisonziele schnell korrigieren müssen".

So spielten sie: Ohlrich, Schadow, Voigtländer, Benkau (Tuttolomondo), Stuke, Catalano (Ritzdorf), Stich, Deubzer (Millack), Müller, Yavuzyazar, Erich