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Katastrophenfußball
Einen katastrophalen Tag hatte unsere
Zweitvertretung da erwischt. Bereits zur Halbzeit stand es
4:1 für die Solinger, praktisch alle vier Gegentreffer
waren aus individuellen und vermeidbaren Fehlern
entstanden, so daß Trainer Kersten Klein in der
Halbzeitpause unüberhörbar lauter werden mußte. Aber der
Reihe nach.
Von der ersten Minute an machten die
Solinger Druck und wollten den Heimvorteil des kleinen
Aschenplatzes schnell für sich ausnutzen. Das gelang ihnen
bereits in der 8. Spielminute, als auf der linken
Abwehrseite unseres Teams ein bereits erkämpfter Ball
leichtfertig wieder verloren wurde, der Ball in den
16-Meterraum kam und im Nachschuß zum 0:1 Rückstand im
Netz zappelte. Auf HSV-Seite lief weiterhin wenig
zusammen. Zu allem Überfluß pfiff der schwache
Schiedsrichter einen völlig unberechtigten Elfmeter für
den SSC 95/98 (14.), der dann den selbst erstaunten
Solingern prompt das 2:0 bescherte.
Die Reserve
versuchte nun dagegen zu halten und selbst Druck
auszuüben, brachte sich mit haarsträubenden Fehlern und
schlechtem Zweikampfverhalten aber immer wieder selbst in
Bedrängnis. Das 0:3 in der 23. Minute resultierte dann
passenderweise durch ein Eigentor von Steve Voigtländer
, der einen langen Einwurf ins eigene Tor abfälschte.
In der 30. Minute erzielte Sven Stuke
per Freistoß aus 12 Metern! das 1:3 und es keimte noch einmal so etwas wie Hoffnung auf. Ein weiterer Freistoß von
Sven Stuke
ging knapp übers Tor, womit die Torchancen des HSV in Halbzeit eins auch schon aufgezählt wären. Zu allem Übel fiel in der 44. Minute auch noch das 1:4 für Solingen, als Torwart
Christian Ohlrich
bei einem 40-Meter-Diagonalpass zu zögerlich herauslief und sich der Heber über ihn hinweg ins Tor senkte. Was für ein Katastrophenkick bis hierhin. Das Donnerwetter von Trainer Klein wollen wir unserer treuen Internetgemeinde lieber ersparen.
Die zweite Hälfte war nicht wesentlich besser.
Solingen brauchte nicht mehr und die Zweite konnte heute
nicht mehr machen. Ein verschossener, aber ebenfalls
völlig unberechtigter Elfmeter von Markus Müller
war symptomatisch für dieses Spiel. Zu erwähnen wäre nur noch ein Lattentreffer von
Andreas Stich
sowie ein Kopfball ans Außennetz von Sven Stuke
im Anschluß an einen Ecke. Es passierte nicht mehr viel und so war eine bittere, auch in dieser Höhe verdiente Niederlage perfekt. Man kann nur hoffen, daß wenigstens ein Lerneffekt bleibt.
Trainer Kersten Klein: "Eine
einzige Katastrophe! Mir fehlen die Worte. Die erste
Halbzeit war das seit Jahren schlechteste, was ich von
meiner Truppe gesehen habe. Sollte sich da nicht einiges
ändern, werden wir unsere Saisonziele schnell korrigieren
müssen".
So spielten sie: Ohlrich, Schadow, Voigtländer, Benkau (Tuttolomondo), Stuke, Catalano (Ritzdorf), Stich, Deubzer (Millack), Müller, Yavuzyazar, Erich
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