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Joker Markus Müller brachte Entscheidung
Das zweite Auswärtsspiel der laufenden Saison
konnte unsere 1. Mannschaft nach neunzig dramatischen
Minuten für sich entscheiden. Sie zwang den Ortsrivalen SC
Reusrath mit 2:1 knapp, aber durchaus verdient in die Knie
und verbesserte sich damit auf den 4. Tabellenplatz.
Der Beginn der Partie war bereits heiß. Schon in der 11. Minute brachte
Janusz Kostka
unsere Mannschaft in Führung, doch zur Überraschung aller verweigerte der Schiedsrichter dem Treffer die Anerkennung. Warum wird wohl sein Geheimnis bleiben. Unsere Truppe ließ sich aber dadurch nicht aus dem Konzept bringen und kontrollierte Ball und Gegner sicher. Chancen der Gastgeber waren Mangelware. Anders unser Team, es erspielte sich eine Reihe guter Möglichkeiten, die entweder selbst leichtfertig versiebt oder durch den mit der Abseitsregel auf Kriegsfuß stehenden Schiedsrichter zunichte gemacht wurden. Kurz vor der Pause hatten dann die Gastgeber die erste große Chance zur Führung, doch unsere Defensivabteilung konnte gerade noch den Einschuß vereiteln.
Kurz nach Wiederbeginn fiel dann der überraschende
Führungstreffer der Gastgeber. In der 51. Minute zog der
Reusrather Jens Hülsen aus gut 25 Meter ab. Der Ball wurde
noch unglücklich abgefälscht und senkte sich unhaltbar für
Torwart Markus Horeis im Torwinkel. Das war
erstmal ein Schock und unsere Elf fiel in ein kleines
Loch. Reusrath wurde stärker und machte jetzt mehr Druck.
In der 56. Minute rettete dann Libero Martin Kühne
gegen den Reusrather Angreifer und verhinderte damit wohl das 2:0.
Langsam fing sich unsere Elf und spielte wieder
druckvoll nach vorne. Prompt ergaben sich wieder Chancen,
doch weder Martin Fikus (59.) noch Sascha Schultes
(60. Minute) konnten ihre sehr guten Einschußmöglichkeiten verwerten. In der 73. Minute konnte dann endlich auch der HSV–Anhang jubeln. Der aufgerückte Manndecker
Björn Kreitz konnte einer Flanke von Daniel Gerhardt
nicht mehr ausweichen und der Ball landete zum 1:1 im Reusrather Gehäuse. Zehn Minuten später hatte
Dennis Hachen
den Torschrei auf den Lippen als er knallhart abzog. Doch leider schoß er unseren eigenen Libero
Martin Kühne, der nicht mehr ausweichen
konnte, praktisch auf des Gegners Torlinie an und der Ball
sprang zurück ins Feld. Pech! Die Partie wurde immer
hektischer. In der 86. Minute sah der Reusrather Cartus
völlig zu Recht die rote Karte, als er zum wiederholten
Mal nachgetreten hatte. Kurz vor dem Ende setzte Trainer
Guido Röhrig
dann noch einmal alles auf eine Karte. Er wechselte mit
Markus Müller
einen weiteren Stürmer gegen Abwehrspieler Adrian Woitennek
ein. Das er damit ein glückliches Händchen hatte sah man direkt im Anschluß nach der Einwechslung.
Markus Müller
setzte sich am rechten Strafraumeck gekonnt durch und versenkte den Ball quasi mit seiner ersten Ballberührung im langen Eck des Reusrather Tores zum vielumjubelten Siegtreffer.
Trainer Guido Röhrig
war nach dem Spiel sichtlich erleichtert und verteilte ein Kompliment an seine Mannschaft, da sie trotz des Rückstandes das Spiel noch drehen konnte. Gleichzeitig bemängelte er aber den leichtfertigen Umgang mit hochkarätigen Torchancen.
So spielten sie: Horeis, Kühne, Woitennek (89. Müller), Nawroth (84. Graß), Kreitz, Kostka, Schultes, Fischer (46. Fikus), Breitmar, Hachen, Gerhardt
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