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Blamable Vorstellung im Lokalderby
Wenn sich eine Gelegenheit zur Blamage
bietet, so soll man sie auch am Schopfe fassen. So oder
ähnlich mögen unsere Akteure im Lokalderby gegen den VfB
Langenfeld gedacht haben und versäumten es wieder einmal,
Nutzen aus den anderen Ergebnissen der Liga zu schlagen.
Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen den Nachbarn dümpelt man
weiter auf dem vierten Tabellenplatz.
Dabei fing es eigentlich gar nicht so schlecht an für unser Team. In der 5. Spielminute scheiterte
Martin Fikus noch am Gästetorwart, doch Janusz Kostka
bugsierte den Abpraller deutlich über die Linie. Für den Schiedsrichter jedoch offenbar nicht deutlich genug, denn er erkannte diesen einwandfreien Treffer nicht an. Kurz darauf tauchte erneut
Martin Fikus
vor dem VfB Tor auf und scheiterte freistehend am Gästetorwart (10.). In der Folgezeit erspielten sich beide Mannschaften einige Chancen, aber zählbares sprang sowohl hüben wie drüben nicht dabei heraus. In der 24. Minute ging unsere Elf dann schließlich doch in Führung. Nach einer Flanke von
Thomas Breitmar köpfte Daniel Gerhardt
das Leder unhaltbar über den VfB-Keeper zum 1:0 ins lange Eck. Nun wurde das Spiel offener, doch auf beiden Seiten wurde fahrlässig mit den Chancen umgegangen. Kurz vor der Pause hatte
Martin Fikus
noch zwei Möglichkeiten zum Ausbau der Führung. Zuerst scheiterte er mit einem strammen Weitschuß an der Latte (42.) und drei Minuten später am sehr gut aufgelegten Gästekeeper.
Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag.
In der 48. Spielminute sah der Gästestürmer Dirk
Emgenbroich wegen Meckern die gelb-rote Karte. Unsere
Spieler dachten wohl, daß diese Partie jetzt zum
Selbstläufer wird, zumal Martin Fikus
kurz danach erneut eine einhundertprozentige Möglichkeit versiebte. Wieder scheiterte er völlig freistehend am Schlußmann der Gäste. Dies war wohl auch die Schlüsselszene in dieser Partie. Trifft er, wäre der VfB wahrscheinlich eingegangen, so aber baute es die Gäste auf. Mit viel Kampf drängten sie trotz Unterzahl unsere Elf in die Defensive. Unverständlich, wie unsere Truppe einbrach und um ein Gegentor geradezu bettelte. Unsere Abwehr mußte Schwerstarbeit verrichten. Nach vorne lief nichts mehr. Fehlpässe am laufenden Band. Anders die Gäste, die sich immer bessere Chancen erarbeiteten und in der 78. Minute für ihren unermüdlichen Kampfgeist auch belohnt wurden. Ein satter Schuß von der Strafraumgrenze schlug im rechten unteren Eck ein (78. Minute). Dieses Unentschieden hatte am Ende Bestand, ein Unentschieden, daß sich die Gäste redlich verdient hatten.
Trainer
Guido Röhrig
nach der Partie: "Ich schäme mich für die Leistung meiner Elf im zweiten Durchgang."
So spielten sie: Horeis, Nawroth (Graß), Kreitz, Kühne, Beineke, Kostka, Hachen (Bastian), Breitmar, Fikus, Schultes, Gerhardt (Marquez)
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